Ganzkörper MRT (GK-MRT).

Moderne MRT-Scanner können mit Magnetfeldern und Radiowellen den gesamten Körper abbilden. Ionisierende Röntgenstrahlen oder radioaktive Strahlung wie in der Computertomographie und Nuklearmedizin kommen dabei nicht zur Anwendung. Es handelt sich somit um ein sehr schonendes Verfahren. Die Aufnahmen erfolgen schrittweise in mehreren Etagen. Anschließend werden die einzelnen Diagramme zu detaillierten Übersichtsbildern verschmolzen. Je nach persönlichem Risiko können zusätzliche, hoch auflösende, der Anatomie und persönlichen Fragestellung angepasste Aufnahmen die Untersuchung ergänzen.

Die GK-MRT dauert etwa 45–60 Minuten. Der Patient wird auf einer Spezialliege etagenweise durch den Magnettunnel gefahren. Im Zentrum des Magnetresonanztomographen liegt immer der Teil des Körpers, der gerade aufgenommen wird. Bei unserem 3 Tesla MRT „Achieva“ der Firma Philips sind keine zusätzlichen beengenden Antennen notwendig. Da bei diesem Hochfeld-MRT sehr laute Klopfgeräusche entstehen, erhalten Sie einen speziellen Gehörschutz.

Ziel einer Ganzkörperuntersuchung ist es, krankhafte Prozesse in ihrer gesamten Ausdehnung sicher zu erfassen oder auszuschließen. Die Tumorausdehnung (Staging) spielt bei zahlreichen bösartigen Tumoren eine wichtige Rolle in Bezug auf die individuelle Therapieentscheidung und Kontrolle des Krankheitsverlaufes.

Die MRT- Aufnahmen können die Ausbreitung von Lymphknotenvergrößerungen bei gut- und bösartigen Erkrankungen aufzeigen, das Ausmaß entzündlicher oder tumorös-destruktiver Weichteil-, Gelenk-, und Knochenerkrankungen erfassen sowie Metastasen (Absiedlungen) von Tumoren in parenchymatösen Organen und Knochen nachweisen.

So empfehlen wir den Einsatz der GK-MRT bei der Erstdiagnostik von bösartigen Tumoren sowie deren Therapieüberwachung und Nachsorge, bei rheumatischen bzw. chronisch-entzündlichen Erkrankungen bzw. Systemerkrankungen.

Absolute Gegenanzeigen zur MRT-Untersuchung sind Herzschrittmacher und bio-elektrische Pumpen. Andere Implantate, Prothesen, Stents und Clips müssen individuell abgeklärt werden. Im Idealfall besitzt der Patient einen Implantatausweis, welcher die MRT-Kompatibilität bestätigt.

Die GK-MRT stellt keine vertragsärztliche Leistung nach der Gebührenordnung (GOÄ) dar. Die Kosten liegen je nach Umfang und Aufwand zwischen 1.000 bis 1.500 Euro. Die Privatkassen übernehmen meist die Kosten. Wir empfehlen jedoch, sich die Übernahme der Kosten vor der Untersuchung bestätigen zu lassen.

In einem Vorgespräch ist zu klären in welchem Rahmen die Ganzkörperuntersuchung erfolgen soll und welche zusätzlichen Aufnahmen bereits aufgrund der Fragestellung und Ihres persönlichen Risikos sinnvoll und notwendig sind. Sie erhalten dann einen individuellen Kostenvoranschlag.