Durchführung der Schmerztherapie.

Vor dem Beginn der Schmerztherapie sind aktuelle MRT- Aufnahmen, sowie ein ausführliches Aufklärungsgespräch zwingend erforderlich. Sie liegen bequem und entspannt in Bauchlage auf dem Untersuchungstisch. Für die Dauer des Eingriffs dürfen Sie sich nicht bewegen. Puls, Blutdruck und Sauerstoffsättigung werden über einen Monitor kontinuierlich überwacht. Nach örtlicher Betäubung und gründlicher Desinfektion der Haut wird unter sterilen Bedingungen und unter Bildkontrolle eine dünne Injektionsnadel exakt platziert.

Da wir die Kontrolle im offenen Kernspintomographen durchführen sind Sie keinen Röntgenstrahlen ausgesetzt.

Bei der PRT (perirädikulären Therapie) wird die Nadel bis an die gereizte Nervenwurzel im Bereich der Austrittsstellen (Neuroforamen) bzw. bei der Facetteninfiltration direkt in den betroffenen Gelenkspalt der kleinen Zwischenwirbelgelenke vorgeschoben. Nach Injektion der entzündungshemmenden und schmerzlindernden Medikamente wird die erfolgreiche Applikation kontrolliert und dokumentiert.

Der Schmerz kann somit gezielt ausgeschaltet werden. Zudem kommt es zum Abschwellen der entzündeten Nervenwurzel. So wird der Teufelskreis zwischen mechanischer Bedrängung der Nervenwurzeln und konsekutiver Entzündung mit Schwellung und Schmerzsteigerung durchbrochen. Dies ist Voraussetzung für eine nachhaltige Beschwerdefreiheit.

Die Injektionen können in Abständen von ca. 4 bis 8 Wochen mehrfach wiederholt werden.

 

Die PRT stellt somit eine sinnvolle Ergänzung zu konservativen Maßnahmen wie Chirotherapie und Krankengymnastik dar. Im Einzelfall kann sie auch eine risikoarme und effektive Alternative zur operativen Interventionen sein.