Fragen beantworten wir gerne.

3Was genau ist eigentlich eine MRT?

MRT steht für Magnetresonanztomographie und wird auch Kernspintomographie genannt. Mit dieser Untersuchungsmethode kann der Arzt ohne Röntgenstrahlen tief in das Innere des Körpers sehen und mögliche Erkrankungen erkennen. Sie ist völlig unbedenklich und schmerzfrei. Sie zeigt Gewebe, Gefäße, Organe und Knochen in realistischer, auch dreidimensionaler Darstellung. Während eines Scans im MRT werden von der untersuchten Körperregion Bilder in verschiedenen Ebenen und aus unterschiedlichen Perspektiven erzeugt. Das MRT-Gerät sendet dabei Radiowellen ab, die von dem Wasser, aus dem der Körper zum Großteil besteht, „reflektiert“ werden. Diese Signale zeichnet das Gerät mit speziellen Antennen („Spulen“) auf, aus denen der Computer dann präzise Bilder erstellt.

Was genau passiert bei der Untersuchung?

Sie legen sich auf die bequeme, breite Patientenliege des Panorama-MRT. Durch den freien Blick nach außen werden Sie sich nicht eingeengt fühlen. Abhängig von den benötigten Aufnahmen, platziert ein Assistent spezielle Empfangsantennen (Spulen) auf dem Körperteil, das untersucht werden soll. Diese Antennen verstärken das Signal, das der MRT von Ihrem Gewebe empfängt und das per Computer zu Bildern verarbeitet wird. Dann werden Ihnen Kopfhörer oder Ohrstöpsel angeboten, damit Sie während der Untersuchung Musik hören können und das Scangeräusch nur gedämpft wahrnehmen. Ein Praxismitarbeiter schiebt Sie mit der Liege behutsam in den Scanner – die Untersuchung kann beginnen. Während der gesamten Untersuchung ist es entscheidend, dass Sie so still wie möglich liegen. Sie werden ein lautes Klopfgeräusch in verschiedenen Tonlagen hören. Zwischen den einzelnen Aufnahmevorgängen hört das Geräusch zwar auf, Sie müssen dennoch weiterhin völlig ruhig liegen bleiben. Für manche Aufnahmen ist es wichtig, dass der Patient zusätzlich kurz den Atem anhält. Denn beim Atmen bewegen sich mit dem Zwerchfell auch die inneren Organe. Bei bestimmten Untersuchungen wird ein Kontrastmittel benötigt. Dieses wird dem Patienten in eine Armvene gespritzt. Das ist aber nur ein kleiner Pieks.

Was ist, wenn ich Platzangst habe?

Es gibt zwei Arten von MRT-Scannern: Herkömmliche Systeme, bei denen Sie mit den Füßen oder dem Kopf voran in eine Tunnel geschoben werden, und Geräte mit offener Bauform und einem weiten Patientenbereich. Das Philips Panorama MRT ist ein offenes System. In diesem Gerät liegen Sie nicht beengt und haben einen fast rundum freien Blick. Wenn Sie leicht Platzangst bekommen, werden Sie sich in diesem Gerät wohler fühlen.

Ist das Gerät sehr laut?

Der Magnet gibt bei der Bildaufnahme ein lautes Klopfgeräusch ab. Zwischen den Scans macht das Gerät fast keine Geräusche. Sie erhalten einen Hörschutz, der das Geräusch angenehm dämpft. Anweisungen, die Sie eventuell bei der Untersuchung erhalten, werden Sie trotzdem gut hören.

Muss ich während der ganzen Untersuchung still liegen?

Damit die Kernspintomographie präzise Bildergebnisse erzielen kann, ist es wichtig, dass Sie während des Scans ruhig liegen bleiben. Das Personal informiert Sie, wenn Sie sich wieder bewegen dürfen. Eine Routineuntersuchung, die aus mehreren Scans besteht, dauert mindestens 20 Minuten.

Ist die MRT sicher?

Die MRT ist eine sehr sichere Untersuchungsmethode. Da jedoch ein starker Magnet zum Einsatz kommt, müssen Sie Ihren Arzt auf jeden Fall darüber informieren, wenn Sie ein implantiertes elektronisches Gerät, wie etwa einen Herzschrittmacher, Rückenmarkstimulatoren, eine Insulinpumpe oder einen metallischen Clip (z.B. Aneurysmaclips), einen Shunt mit Telesensor, Mittel- und Innenohrimplantate oder Metallfragmente im Körper tragen. Auch wenn Sie schwanger sind oder stillen, müssen Sie das dem Arzt unbedingt mitteilen.

Warum sind MRT-Untersuchungen wichtig?

Schnell und zuverlässig ermöglicht die MRT tiefe Einblicke in Ihr Körperinneres, die früher nur durch eine Operation möglich waren. Mit der Kernspintomographie kann der Arzt Bilder anfertigen, die Ihre inneren Organe und Strukturen detailgetreu darstellen. Schwer diagnostizierbare Krankheiten, Verletzungen oder Verschleißerscheinungen lassen sich auf diesem Weg gut und schnell erkennen.

Ist die Untersuchung mit einer Röntgenuntersuchung vergleichbar?

Nein. Denn bei einer MRT kommt keine Röntgenstrahlung zum Einsatz. Stattdessen erzeugen ein starker Magnet und Radiowellen die Bilder von Ihrem Körperinneren. Die Kernspintomographie ist eine unbedenkliche Untersuchungsmethode, die sich nicht negativ auf den Körper auswirkt.

Wie bereite ich mich auf eine Untersuchung vor?

Auf eine MRT müssen Sie sich nicht besonders vorbereiten – sofern Ihr Arzt Ihnen keine bestimmten Hinweise gegeben hat. Bevor Sie den Untersuchungsraum betreten, müssen Sie lediglich alle Metallteile, Uhren und Schmuck ablegen und Ihre Geldbörse und Wertsachen in einem Schließfach in der Umkleidekabine hinterlegen. Denn Magnetkarten werden von dem starken Magnetfeld gelöscht und Metallgegenstände vom MRT-Gerät angezogen. Deshalb dürfen Sie im Untersuchungsraum auch keine Kleidung mit Metallteilen tragen, wie z.B. einen Gürtel oder eine Hose mit Reißverschluss. Außerdem wird Sie ein Praxismitarbeiter bitten, Hörgeräte und herausnehmbaren Zahnersatz abzulegen. Eventuell werden Sie gebeten, für die Untersuchung einen Untersuchungskittel anzuziehen.

Wie lange dauert die Untersuchung?

Das hängt davon ab, was untersucht wird. Eine typische Untersuchung dauert 20 bis 30 Minuten. Planen Sie am besten zusätzlich Zeit ein für den Fall, dass die Untersuchung doch länger dauert als erwartet.

Wann bekomme ich die Ergebnisse?

Während bzw. nach der Untersuchung wertet ein Facharzt Ihre Aufnahmen aus, um eine präzise Diagnose zu stellen. In der Regel bekommen Sie den schriftlichen Befund und die Bilder auf einem hochwertigen Papierausruck bzw. digital auf einer Daten- CD mit.